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Yorkshire Terrier Mia erholt sich erfolgreich nach Trachealstent-OP

Die sechsjährige Yorkshire-Terrier-Hündin Mia hat sich nach einer Operation wegen eines schweren Trachealkollapses am Onderstepoort Veterinary Academic Hospital der Universität Pretoria bemerkenswert gut erholt. Ihren Halter*innen fiel im September vergangenen Jahres auf, dass sie vor allem während Autofahrten Probleme beim Atmen hatte – Grund genug für einen Besuch in der Ambulanz der Klinik.

Nach umfassender Diagnostik – darunter Blutuntersuchungen, Röntgenaufnahmen, Herzultraschall und Bronchoskopie – stellten die Tierärzt*innen einen Trachealkollaps Grad IV fest; dabei sind mehr als 75 Prozent der Luftröhre verengt. Angesichts der Schwere des Befunds und der Symptome wie Zyanose und Ohnmachtsanfälle entschied das Team, dass nur ein Trachealstent den nötigen Luftstrom wiederherstellen könne.

Spezialisierte Behandlung und millimetergenaue OP

Da Onderstepoort keine Trachealstents auf Lager hat, wurde das benötigte Implantat aus den USA importiert. Vor dem Eingriff wurde Mias Luftröhre in Vollnarkose per Röntgen vermessen, um die exakte Größe festzulegen. Als der Stent im November eintraf, untersuchte Dr. Liana Coetzee Mia erneut, um sicherzustellen, dass sie operationsbereit war.

Das OP-Team unter Leitung von Dr. Adriaan Kitshoff brachte den Stent über einen Endotrachealtubus ein, während Dr. Chris Blignaut und die Anästhesieabteilung Mia lückenlos überwachten. Die Positionierung musste auf Anhieb sitzen, denn nach dem Auslösen lässt sich der Stent höchstens zur Hälfte korrigieren – sonst drohen ernsthafte Komplikationen.

Erholung, Risiken und Bedeutung

Der Eingriff verlief erfolgreich. Mia blieb eine Nacht auf der Intensivstation und durfte bereits am nächsten Tag zur weiteren Genesung nach Hause. Zwar birgt das Einsetzen eines Trachealstents Risiken – etwa Atemwegsinfektionen, ein Verrutschen oder Brechen des Stents sowie mögliche Folgeeingriffe –, doch Mias schnelle Besserung macht anderen Hunden mit schwerem Trachealkollaps Hoffnung.

Der Fall zeigt, wie eng verzahnte tierärztliche Zusammenarbeit zwischen Chirurgie, Anästhesie, Innerer Medizin und Bildgebung lebensverändernde Ergebnisse erzielen kann. Zugleich verdeutlicht er, wie wichtig der Zugang zu modernen Implantaten ist – auch wenn diese selten oder kostspielig sind.

Die Onderstepoort-Klinik der Universität Pretoria setzt damit ihre Erfolgsgeschichte in Tiermedizin und Forschung fort. Mias Genesung ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, was erfahrene Teams für das Wohl der Tiere erreichen können.